Montag, 16. März 2015

Rezension: Marias letzter Tag von Alexandra Kui


Marias Letzter Tag
Eine Rezension von: Daniela Malsch
Autorin: Alexandra Kui
Verlag:  Randomhouse Verlagsgruppe -cbt-
Preis: 14,99 Euro (Hardcover)
ISBN 978-3570163177

Kurzbeschreibung (Klappentext):

Der Sommer ohne Angst

Jeder hat Angst: vor der Euro-Krise, dem steigenden Flusspegel, dem Notendurchschnitt. Lous beste Freundin Maria hat Angst, wie ihre Mutter an Krebs zu erkranken. Als sie von einem Zug erfasst wird und nur knapp überlebt, sprechen alle von versuchtem Selbstmord. Daraufhin ruft Lou den Sommer ohne Angst aus. Ihr Plan: zu leben, als sei es ihr letzter Tag. Tun, wovor sie sich immer gefürchtet hat. Sich fühlen, wie Maria sich gefühlt hat. Ihre selbstgedrehten Videos postet Lou auf ihrem YouTube-Channel, dem sie den Titel »Marias letzter Tag« gibt. Rasant steigt die Zahl der Klicks, es entsteht eine Bewegung der Angstverweigerer. Die Mitschüler, Freunde und Fans übertrumpfen sich mit immer gefährlicheren Aktionen. Und irgendwann verliert Lou die Kontrolle ...

Meinung:

Dieses Buch ist echt nicht ohne. Lous beste Freundin wird eines Tages von einem Zug erfasst
und fällt ins Koma. Die Außenstehenden diskutieren darüber ob es sich um einen Unfall oder um einen Selbstmordversuch handelt - denn Lous beste Freundin hatte unglaubliche Angst vor Krebs.

Lou fühlt sich wie gelähmt und machtlos und bescließt etwas zu tun: Sie verschwört sich gegen die Angst und fasst den Entschluss einen ganzen Sommer lang so zu leben, als sei es ihr letzter Tag! Ihre Erlebnisse filmt Lou und publiziert sie über ihren Youtube-Channel, was eine große Welle von Anhängern und Nachahmern auslöst, welche sich gegenseitig stets zu übertrumpfen versuchen bis Lou die Kontrolle verliert...

„Marias letzter Tag“ von Alexandra Kui ist sicherlich keine leichte Kost. Der Roman regt zum Nachdenken an und trifft den Leser direkt ins Herz. Die Autorin vermag es mit „Marias letzter Tag“ auf eine wundervolle und zugleich sehr spezielle Art und Weise eine Botschaft zu übermitteln und bringt den Leser dazu über sich und sein Leben nachzudenken. Alexndra Kui wendet einen harten und zugleich berührenden Schreibstil an, der ans Herz geht, zum Nachdenken anregt und sicherlich nicht zur „leichten Kost“ zählt. Auch wenn das erste Drittel des Buches etwas träge erscheint, so gewinnt es nach und nach immer mehr an Besonderheit und es lohnt sich allemal den Roman komplett zu lesen, denn die Botschaft, die Alexandra Kui mit „Marias letzter Tag“ vermittelt ist einfach wundervoll.

Fazit:

Ein ganz besonderer Roman, der sich wirklich lohnt!

Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Sozialgeschichte in Hamburg und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. Nach den Krimis »Blaufeuer«, verfilmt fürs ZDF unter dem Titel »Der Tote im Watt«, und »Wiedergänger« erschienen inzwischen drei Jugendthriller, »Lügensommer«, »Falsche Nähe« und »Stille Feindin«. Mit »Marias letzter Tag« veröffentlicht die Autorin, die auf der Geest bei Hamburg lebt und zuletzt für »Die Welt ist eine Scheibe« von den Kritikern hochgelobt wurde, ihren ersten literarischen Roman bei cbt.



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