Freitag, 20. Februar 2015

Was lösen Kohlenhydrate eigentlich aus? Machen die jetzt dick oder nicht??

Wie ich bereits in meinem Blogpost von gestern erwähnte, gibt es unterschiedlichste Ernährungsmethoden. Wer meinen Post verpasst hat sollte ihn unbedingt nachlesen, da er diesem Blogpost thematisch vorrausgeht - allerdings kann der heutige Post auch völlig unabhängig von dem gestrigen gelesen und verstanden werden. ;-)

In Vielen Zeitschriften, auf Youtubechannels und wo sonst nicht überall wird beim Theme Kohlenhydrate (Carbs) immer und immer wieder auf das Hausschwein verwiesen, welches sich kohlenhydrathaltig ernährt und immer dicker und dicker wird. Gleiches ist in Experimenten mit Mäusen und Ratten bestätigt worden. Es liegt also demnach auf der Hand, dass Kohlenhydrate schlecht sind und einfach nur dick machen, oder? NEIN, liegt es bei Weitem nicht. Beim Thema Kohlenhydrate gibt es eben kein Warm oder Kalt, kein Gut oder Böse, kein absolutes Ja oder Nein! Fest steht: Kohlenhydrate ansich sind keinesfalls einfach nur schlecht und böse, aber dazu später mehr.

Diverse Experimente haben gezeigt, dass die molekularen Werkzeuge, welche für den Körperfettaufbau aus Kohlenhydraten sorgt, eine geringere Aktivität aufweist aks bei Tieren. Was bedeutet das im Klartext? Tiere werden von Kohlenhydraten perse schneller dick als wir Menschen - das ist wissenschaftlich nachgewiesen worden. Ein durchschnittlicher Mensch kann aus den ihm zur Verfügung gestellen Kohlenhydraten nur in Maßen Fett bilden - zumindest für eine gewisse Zeit. Nimmt ein Mensch über mehrere Jahre kontinuierlich viel zu viele Kohlenhydrate zu sich gewöhnt sich der Körper an die vermehrte Kohlenhydratzufuhr und wandlt mehr Kohlenhydrate in Fett um. Das ist ein schönes Beispiel für alle Menschen, die "schon bei dem Anblick eines Stückchen Kuchen dick werden" (so wird es ja häufig behauptet). Der Grund liegt hier ganz klar in der Tatsache, dass dem Körper wohl über Jahre kontinuierlich ein zu hoher Anteil an Kohlenhydraten zur Verfügung gestellt wurde, der Körper sich an diese hohe Kohlenhydratzufuhr gewöhnt hat und sich dadurch umprogrammiert hat - mit dem Resultat, dass bei diesem Menschen nunmehr weniger Kohlenhydrate ausreichen um Fett aufzubauen als bei einem "Durchschnittsmenschen" (die Wortwohl soll hier in keinster Art und Weise eine Wertigkeit darstellen sondern dient lediglich der besseren Veranschaulichung der Gesamtproblematik). Hinzu kommt die Annahme, dass dieser Mensch (derjenige, der "vom Anblick des Kuchens zunimmt")  zu wenig oder gar keinen Sport treibt, wodurch sich die Gesamtsituation natürlich noch ein wenig verschlimmert.  

Das genannte Experiment zeigt also, dass man eben nicht einfach von einem Schwein auf einen Menschen schließen kann, wenn es um das Thema Kohlenhydrate geht. (Ob man dies in anderen Zusammenhängen tun kann oder sollte vermag ich hier und heute nicht zu beurteilen, ich möchte hier gerne beim Thema bleiben.) 

Nun kommt aber der Clou: In diversen Studien wurde festgestellt, dass unzählige (ich sage unzählige, nicht alle) Probanten mit einer erhöhten Kohlenhydratzufuhr wesentlich schlanker waren als jene Probanten, die weniger Kohlenhydrate zu sich genommen haben. Das ist doch sehr erstaunlich, oder? Nun, das fanden diverse Wissenschaftler auch und haben in Experimenten versucht der Sache auf den Grund zu gehen. So wurden im Rahmen eines Experiments beispielsweise Menschen geziet mit Kohlenhydraten "überfüttert" (ihnen wurde also eine sehr hohe - zu hohe- Zufuhr von Kohlenhydraten verordnen), wobei mit Hilfe kompliziertester Technik gleichzeitig der Stoffwechsel der Probanten überwacht und kontrolliert wurden. Was kam bei diesem Experiment heraus? Nun, das Ergebnis dieses Experiments sag so aus, dass die Wissenschaftler feststellten, dass ein gesunder Mensch über eine gewisse Zeit durchaus eine erhöhte Menge an Kohlenhydraten zu sich nehmen kann ohne viel Fett aufzubauen, da der menschliche Organismus in der Regel die überschüssigen Kohlenhydrate bei einem gesunden Menschen abwehrt. Ein Großteil der Kohlenhydrate wurden in diesem Experiment als Glykogen deponiert und unmittelbar innerhalb weniger Stunden dem Körper als Energie zur Verfügung gestellt. Der Körper stellte hierfür die körpereigene Fettverbrennung für eine gewisse Zeit ein. (Was sagt uns das? Wenn man nicht dick ist und zu viele Kohlenhydrate in sich hereinschaufelt stellt der Körper die eigene Fettverbrennung ein -was ja nichts ausmacht, da der Mensch ja nicht übergewichtig ist- und stellt dem Körper mehr Energie zur Verfügung. Resultierend daraus kann man annehmen, dass das bei einem übergewichtigen Menschen insofern einen Unterschied macht, da ja für den Zeitraum der übermäßigen Kohlenhydratzufuhr und für einige Stunden danach die körpereigene Fettverbrennung auch bei dem dicken Menschen eingestellt wird, was insofern problematisch ist, da die zur Verfügung gestellte Energie vom Körper in Form von Sport genutzt werden sollte. Tut man dies nun nicht, ist eine Zuname des Körperfettes unabdinglich. Dies trifft nun einmal leider jene, die ohnehin schon etwas zu viel davon haben.)

Nun stellt sich nach wie vor die Frage, ob Kohlenhydrate nun gut oder schlecht sind und wieder kann ich nur eine Antwort geben: Das kann man so pauschal nicht sagen! Es kommt auf den einzelnen Menschen an, wie viel und welchen Sport er betreibt und auf noch einige andere Komponenten, den jeweils Einzelnen betreffend. Ich möchte in diesen Texten Schritt für Schritt immer genauer und tiefer in die Thematik eindringen und versuche Euch die ganze Geschichte in irgendeiner Art und Weise möglichst einfach zu erklären. Fakt ist (und das gilt generell): Urteilen kann nur der, der sich ausreichend informiert hat!

In diesem Sinne... achso, hier findet Ihr alle Artikel zum Thema Food & Fitness ;-)



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