Freitag, 13. Februar 2015

Rezension: Black Bird von Anna Carey


Black Bird
Eine Rezension von: Daniela Malsch
Autorin: Anna Carrey
Verlagsgruppe Random House
Preis: 16,99 Euro
348 Seiten, Taschenbuch (Paperback)
ISBN 978-3570163276

Kurzbeschreibung:

Du weißt nicht wer Du bist, aber sie wissen es!

Ein Mädchen erwacht auf den Gleisen einer U-Bahn-Station in Los Angeles. Sie weiß nicht, wer sie ist, wie sie dort hinkommt. Sie hat ein Tattoo auf der Innenseite ihres rechten Handgelenks, das einen kleinen Vogel in einem Viereck zeigt. Sie erinnert sich an nichts. Nur bei einer Sache ist sie sicher: Jemand will sie töten. Also rennt sie um ihr Leben, versucht die Wahrheit herauszufinden. Über sich und über die Leute, die sie töten wollen. Nirgendwo ist sie sicher und niemand ist, was er zu sein scheint. Auch Ben, der Einzige, dem sie glaubte, vertrauen zu können, verbirgt etwas vor ihr. Und die Wahrheit ist noch viel verstörender, als sie es jemals für möglich gehalten hat.

Meinung:

Der Roman von Anna Carey, aus dem englischen übersetzt von Tanja Ohlsen, beginnt mit einem kurzen Zeitungsartikel - herausgerissen aus der Tageszeitung:

„17. März 2016 Die Leiche einer jungen Frau wurde am frühen Sonntagmorgen von Beamten der New Yorker Polizei auf Coney Island entdeckt. Ihre rechte Hand wurde am Handgelenk abgetrennt und bislang nicht gefunden.

Die Polizei bemüht sich, die Tote zu identifizieren. Sie ist weiß und zwischen achtzehn und zweiundzwanzig Jahre alt.“

Die Pressemeldung in der Zeitung auf der ersten Seite des Romans in Kombination mit dem Klappentext lässt nicht nur große Spannung aufkommen sondern stellt den Leser auch vor zahlreiche Fragen: Ist die junge Frau, die auf Coney Island gefunden wurde jene, welche auf den Gleisen aufgewacht ist? Warum fehlt ihre rechte Hand? Wollte da jemand versuchen die Identität der jungen Frau zu verschleiern, indem er das Tattoo auf ihrem Handgelenk durch Abtrennen der Hand entfernte? Wer hat sie getötet - und warum? Fragen über Fragen, die schnell beantwortet werden wollen.

„Black bird“ wurde aus Sicht der jungen Frau geschrieben, welche orientierungslos auf den Gleisen erwachte. Die Autorin verwendet dafür durchgehend die zweite Person singular, sodass sich der Leser stets angesprochen fühlt. Dieses Stilmittel wird für gewöhnlich sehr selten genutzt und ist daher für den geneigten Leser anfangs sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig.

Beworben wird „Blackbird“ als atemberaubender Jugend-Thriller um ein schockierendes Reality-Spiel - und das ist er auch.
Die Story lässt sich gut lesen, keine Frage. Natürlich bleibt sehr viel offen, aber das soll ja auch so sein, da es der Auftakt zu einer Buchreihe ist.

Die Story ansich ist spannend und der Thriller gut geschrieben - wenn auch zeitweise die Handlungen unlogisch und chaotisch wirken. Eine interessante Sonntagslektüre für Jugendliche.

Fazit:

Interessanter Roman mit außergewöhnlichem Schreibstil und interessanter Optik mit stellenweise chatotischer, aber immer spannender Handlung. Einfach mal ein etwas anderes Buch.

Infos zur Autorin:

Anna Carey war Geschenkeverpackerin, Nanny, eine schreckliche Cocktail-Bedienung, Möbelverkäuferin und Lektorin. Sie hat an der New York University promoviert und einen Abschluss in Creative Writing vom Brooklyn College. Dort erhielt sie auch 2009 den Himan Brown Award. Ihre Bücher wurden bisher in neun Ländern veröffentlicht. Anna Carey lebt zurzeit in Los Angeles, wo man sie beim Schreiben, Lesen und Kritzeln an der riesigen Schiefertafel in ihrer Küche finden kann.



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