Donnerstag, 19. Februar 2015

Machen Kohlenhydrate leistungsfähig und schlank oder träge und dick??


Über die Frage, ob Kohlenhydrate (Carbs) leistungsfähig und schlank oder träge und dick machen stolpert früher oder später jeder, der sich mit dem Thema Muskelaufbau und Fettabbau beschäftigt. Bei der Recherche zu diesem Thema stellt man schnell fest, dass Kohlenhydrate stark polarisieren. Da gibt es auf der einen Seite die Verfechter der Kohlenhydrate, nach deren Meinung einzig und alleine ein fettarmer Speiseplan mit vielen Kohlenhydraten (High Carb) schlank machen kann. Zu den Verfechtern der High Carb Ernährung gehören in erster Linie Ausdauerathleten, bei denen eine Ernährung mit geringem Fett und hohem Kohlenhydratanteil auch absolut Sinn macht. Die Gegenseite stellt die Verfechter der kohlenhydratarmen Ernährung (Low Carb) dar. Wer seinen Speiseplan nach dem Low Carb-Prinzip zusammenstellt nimmt wenig Kohlenhydrate (keinesfalls gar keine Kohlenhydrate) und dafür viel Fett und Eiweiß (Low Carb High Fat) zu sich. Diese Ernährungsweise ist die sogenannte Atkins-Diät. Es gibt allerdings noch eine zweit Gruppe derer, die wenige Kohlenhydrate zu sich nehmen: Nämlich jene, die sich mit wenigen Kohlenhydraten, wenig Fett und viel Eiweiß ernähren (Low Carb Low Fat High Protein). Nach diesem Prinzip stellen sehr viele Bodybuilder und Kraftatlethen ihren Speiseplan zusammen.

Es gibt allerdings zwischen einer kohlenhydratarmen (Low Carb) und einer kohlenhydratreichen (High Carb) Ernährung noch ein Zwischending, nämlich die Vertreter der GLYX, für die Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate sind, sondern die bei der Klassifizierung eines Kohlenhydrats deren Qualität hinterfragen (langkettige/kurzkettige Kohlenhydrate).  Hochwertige (langkettige)  Kohlenhydrate sind hier jene Kohlenhydrate, die eine geringe Insulinausschüttung und somit eine verminderte Fettspeicherung nach sich ziehen. Minderwertige (kurzkettige) Kohlenhydrate sind hingegen jene Kohlenhydrate, die eine hohe Insulinausschüttung und somit eine erhöhte Fettspeicherung nach sich ziehen.

Desweiteren gibt es aber noch die sogenannte anabole Diät, welche auch als Refeed-Prinzip bekannt ist. Die anabole Diät funktioniert so, dass dem Körper im Wechsel Kohlenhydrate entzogen und zugeführt werden. (Manche nennen diese Diät auch Zick-Zack Diät). Das Ganze funktioniert dann beispielsweise so, dass jemand von Montag bis Freitag Low Carb Low Fat High Protein (wenige Kohlenhydrate, wenig Fett viel Eiweiß) lebt, am Samstag dann High Carb Low Fat (viele Kohlenhydrate, wenig Fett) , am Sonntag Low Carb High Fat (wenig Kohlenhydrate viel Fett) und dann wieder von Montag bis Freitag Low Carb Low Fat High Protein.(wenige Kohlenhydrate, wenig Fett, viel Eiweiß). Auch das Prinzip der anabolen Diät findet in großen Teilen der Bodybuilder- und Kraftatlethenszene ihre Anhänger. 

Wie Ihr seht ist die ganze Angelegenheit sehr komplex zu betrachten und gar nicht so leicht zu beantworten. Um der Frage "Machen Kohlenhydrate leistungsfähig und schlank oder träge und dick?" genauer auf den Grund gehen zu können müssten wir uns die einzelnen o.g. Ernährungsweisen einmal im Detail ansehen. Fakt ist: Eine einfache Antwort kann man auf die Frage gar nicht geben, weil es bei der Bentwortung der Frage auf unterscheidlichste Komponenten ankommt. So muss man sich jeden Menschen individuell ansehen und schauen wie der Körper auf die entsprechende Ernährung reagiert und was der Mensch eigentlich macht. So ist es wohl einleuchtend, dass ein und diesselbe Ernährung für einen Marathonläufer, einen Bodybuilder, einen Fußballspieler und für einen Schachspueler niemals das gleiche Endergebnis haben kann. Soll es im Übrigen auch gar nicht, weil jeder der eben genannten Sportler unterschiedlichste Anforderungen an seine Lebensmittel hat, da die Kräfte unterschiedlich eingesetzt werden müssen. Ein Marathonläufer und ein Fußballspieler benötigen über einen langen Zeitraum konstante Kraft und Ausdauer mit der Möglichkeit zwischenzeitliche Sprints einzubauen. Ein Bodybuilder trainiert in der Regel nicht läger als 45 (maximal 60) Minuten und benötigt demnach eben nicht eine konstante Kraft über einen langen Zeitraum sondern benötigt viel Kraft innerhalb einen kurzen Zeitraums um möglichst schwere Gewichte bewegen zu können - ganz im Gegensatz zum Schachspieler, der weder schnell noch kräftig sein muss, er bewegt sich kaum und beötigt lediglich eine ausreichende Energiezufuhr, damit sein Gehirn perfekt arbeiten kann. 

Selbst dem größten Laien müsste nach dieser Ausführung klar sein, dass es eben kein klares "Ja" oder "Nein" zum Thema Kohlenhydraten gib. Ich möchte gerne in der kommenden Zeit mehr auf das Thema Ernährung eingehen und werde in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch die hier angesprochene Thematik weiter verfolgen. Ich werde versuchen Euch die einzelnen Ernährungsweisen etwas näher zu bringen und Euch erklären wie die einzelnen Elemente (Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße) auf den Körper unterschiedlicher Sportler reagieren und was sie letztendlich im Körper auslösen. Ihr findet unter dem Reiter "Food" alle Informationen, die ich zum Thema Ernährung und Fitnett in der Vergangenheit geschrieben habe und selbstverständlich werden dort auch jene Artikel zu finden sein, die ich in der Zukunft verfassen werde.


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